Gemeinsam wachsen: Netzwerken hinter Glas

Wie macht man aus einem Areal, das sich in den kommenden Jahren von Grund auf verändern wird, schon jetzt ein Ort des Miteinanders? Diese Frage steht aktuell im Zentrum des Projekts Berlin Decks – des neuen BEOS-Campus in Berlin-Mitte, der Ende 2020 offiziell seine Türen öffnen wird.

Noch bevor die ersten Mieter hier einziehen, wird der Standort im Stadtteil Moabit mit Leben gefüllt und zum Anlaufpunkt für Veranstaltungen und kulturelle Interventionen. In Zusammenarbeit mit der Agentur Cee Cee Creative, die in ihren Projekten immer wieder eine tiefe Verbundenheit zum Stadtgeschehen beweist, entstand schon rund ein Jahr vor offiziellem Baubeginn des neuen Berlin Decks-Komplexes ein einzigartiger Begegnungsort auf Zeit: ein kleines Haus in der großen Halle.

Genauer gesagt ein beheiztes Glashaus, das nun in der ausgedienten Kaltlagerhalle steht. Geplant als rollbare Einheit ist es flexibel einsetzbar. Gebaut wurde aus ausrangierten Berliner Altbau-Fenstern: Das Vintage-Erscheinungsbild ist gewollt – es ist Sinnbild für die Wiederbelebung und Transformation des Areals. Genutzt wird es bis Ende 2020 als temporäre Zuhause für Veranstaltungen, kulturelle Interventionen und nachhaltige Kollaborationen.

Die Einweihung des Häuschens wurde Ende Januar gefeiert. Während draußen Minusgrade herrschten, kamen im Rahmen der Netzwerkveranstaltung "Cee Cee-Dinner" Persönlichkeiten aus Kultur und Wirtschaft zusammen. Umgeben von Grünpflanzen nahmen die Gäste an einer langen Tafel Platz und bekamen auch Grünes zum Kosten: ein Drei-Gang-Menü der Berliner Catering-Crew Barkin'Kitchen, die saisonale Zutaten mit verschiedenen Algen-Sorten kombinierte. Bei einem Glas Naturwein kamen die Sitznachbarn ins Gespräch, tauschten sich über ihre Ideen und Projekte aus.

So vielseitig wie die Gästeliste des Abends ist auch der Ansatz, den BEOS bei all seinen Projekten vertritt: Visionen für neue Standorte werden interdisziplinär gedacht und kreativ umgesetzt. Denn innovativ handeln kann nur, wer neue Wege geht. Und wo können Ideen besser wachsen und Interdisziplinarität besser kultiviert werden, als in einem Glashaus?

Ein Projekt der BEOS