Studententag im Berlin Decks

Bauen im Bestand: Architekturstudenten der Beuth Hochschule präsentieren ihre Visionen für die Berlin Decks

Seit 1887 besteht das Gebäudeareal am Friedrich-Krause-Ufer – und auch, wenn der Baukomplex nicht unter Denkmalschutz steht, sind Teile der Architektur erhaltungswürdig. Nicht nur für BEOS stellt das Gelände eine Chance dar, Altes mit Neuem zu verbinden. Auch eine Gruppe von Studierenden der Berliner Beuth Hochschule für Technik hatten die Möglichkeit, ihre fiktiven Entwürfe für die zukünftige Nutzung vorzustellen.

„Entlang des Berliner Rings befinden sich noch sehr viele teilweise brachliegende oder ungenutzte Gebiete, die große Potentiale für die Stadtentwicklung anbieten“, erklärt Mara Pinardi, die als Professorin an der Hochschule tätig ist. Die Lage zwischen Ringbahn und Schifffahrtskanal sowie die vorhandene Bebauung machten die Berlin Decks in ihren Augen zum idealen Standort für das Modul „Bauen im Bestand“, das Bachelorstudenten im 5. Semester absolvieren. „Der Studienabschnitt vermittelt die Fähigkeit, sich mit vorhandenen historischen Gebäuden und Gebieten auseinanderzusetzen“, so Pinardi.

In kleinen Gruppen arbeiteten die angehenden Architekten ab Oktober 2019 an ihren Konzepten, trafen sich zu Besichtigungsterminen auf dem Gelände und konnten anhand historischer Fotos die Geschichte des Ortes rekonstruieren. „Beim vorhandenen Gebäude bestand die Herausforderung darin, mit den unterschiedlichen Bauphasen zu arbeiten“, fasst Pinardi die Aufgabe zusammen. Anfang Februar war es dann soweit: Zur Abschlusspräsentation trafen sich die 39 Studierenden auf dem BEOS-Campus. Anhand von Skizzen, Plakaten und Modellen stellten sie ihre Ideen vor. Was die Entwürfe verband, war der Anspruch, auf die Bedürfnisse der modernen Arbeitswelt zu reagieren. Neben Büros planten viele Studierende daher Platz für Kitas, Bibliotheken, Werkstätten und Gastronomie auf dem Gelände ein. Ihre Modelle sahen das Areal nicht nur als Arbeitsplatz, sondern als Treffpunkt im Viertel.

„Besonders wichtig war die freundliche Unterstützung von BEOS bei der Bearbeitung des Projektes“, fügt Pinardi abschließend hinzu. Ausklingen ließ man den Tag im Glashaus, das als temporärer Projektraum von der Berliner Agentur Cee Cee Creative in einer der ehemaligen Lagerhallen eingerichtet wurde. Bei Getränken und Snacks konnten sich die Studenten weiter austauschen und mit den Mitarbeitern von BEOS ins Gespräch kommen.

Ein Projekt der BEOS