18.02.2021

Tüfteln und anpacken: Wie die „Berlin Decks“ zum Berliner Campus für Innovation werden

In der Vergangenheit sind viele bahnbrechende Technologien in relativ unscheinbaren Umgebungen erdacht worden. Bestes Beispiel: Die Garagen, in denen der jeweilige Grundstein für Windows, Amazon oder auch Google gelegt wurde und die mittlerweile Kultstatus erlangt haben.

Heutzutage reicht die „Garage“ jedoch nicht mehr aus. Es geht mehr denn je darum, die reale und die virtuelle Welt miteinander zu verbinden. Zukunftstechnologien – wie das autonome Fahren oder Fliegen – verknüpfen modernste IT-Anwendungen mit hochkomplexen mechanischen Prozessen. Dafür braucht es eine Arbeitsumgebung, die sowohl viel Fläche bietet als auch zu kreativen Ideen anregt. Ein scheinbarer Widerspruch: Einerseits ist eine urbane Umgebung mit modernen Arbeitsstrukturen wie Coworking gewünscht, ergänzt um ein dynamisches Kultur- und Freizeitangebot. Eine Kombination, welche es nur in Weltmetropolen wie Berlin gibt. Andererseits sind genug Flächen notwendig, die gerade in der Hauptstadt rar sind.

Eine große Herausforderung, die wir mit unseren „Berlin Decks“ meistern wollen: Am Friedrich-Krause-Ufer – in direkter Nachbarschaft zur Europacity – entwickeln wir insgesamt 42.000 Quadratmeter moderne Innovationsflächen. Dabei orientieren wir uns nicht nur an Zukunftstechnologien, die in den „Berlin Decks“ künftig vorangetrieben werden können, sondern auch am Prinzip der traditionellen Berliner Gewerbehöfe. Schließlich soll ein vielseitiger Campus entstehen, der einen Austausch auch über Unternehmensgrenzen hinaus ermöglicht. Ein architektonisches Beispiel hierfür bildet das Promenadendeck, das die Gebäude verbindet und grüne Rückzugsorte schafft. Dabei trifft Industriecharme in Form moderner Bürowelten auf eine ressourcenschonende Holz-Hybrid-Bauweise mit langlebiger Keramikfassade.

„Mir ist klar, dass das ein ambitionierter Vergleich ist“, sagt BEOS-Vorstandssprecher Martin Czaja, „aber wir sehen die „Berlin Decks“ gewissermaßen als unser Pendant zum iPhone. Beim iPhone wurden damals die Kernfunktionen von MP3-Player, Telefon und Computer vereint, wofür zuvor drei Geräte nötig waren. Wir verfolgen denselben Ansatz, nur eben für Forschungs-, Test-, Produktions- und Bürobereiche – und bieten damit alle wichtigen Voraussetzungen für Innovation und Unternehmergeist auf einem einzigen Campus.“

Kunst und Kultur in der Zwischennutzung

Die Bauphase der „Berlin Decks“ startet noch 2021, doch schon heute weist das frühere Industrieareal Charakteristika eines lebendigen Stadtquartiers auf. Unser Zwischennutzungskonzept fokussiert sich vor allem auf Kunst und Kultur: Beispielsweise waren die Backsteinhallen einer der Schauplätze für die „Berlin Art Week“. Dort konnten 32 Modestudentinnen und -studenten ihre Entwürfe vorstellen. Auch das Performancekollektiv „ogalala kreuzberg“ gehört zu unseren Zwischenmietern. Für die neun darstellenden Künstlerinnen und Künstler bietet die Industriehalle die perfekte minimalistische Kulisse für ihre Performances.

Arbeiten mit Blick auf den Spreekanal: Einen guten Ausblick auf die Vision der „Berlin Decks“ bietet unser Imagefilm.

Ein Projekt der BEOS