Business voice:

LUKAS BOSSERT

Video Interview

Als 100 % nachhaltiges Foodunternehmen steht DALUMA für Qualität und Change. Lukas Bossert selbst kam durch seine langjährige Modelkarriere zu den Erkenntnissen, die gutes, gesundes Essen für einen bestmöglichen Energiehaushalt ausmachen und die er im Konzept für DALUMA inkorporiert hat. Mit seinem ehrlichen Konzept und den sympathischen Gründern findet das DALUMA in Berlin großen Anklang und ist ein Austauschplatz für das „grüne Netzwerk“ Berlins.

Stelle dich und deine Mission in unter 30 Sekunden vor:

DALUMA ist ein Konzept für Health und Nutrition. Wir entwickeln hauptsächlich im Bereich von Food, Kosmetik und natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln, alles 100 Prozent natürlich und nachhaltig und mit dem maximalen Energie Outcome.

 

Welches der beiden Worte „Zusammen“ und „Wachsen“ bedeutet dir mehr und was bedeutet das für dich ganz persönlich?  

Ich persönlich kann mich nicht entscheiden zwischen Zusammen und Wachsen, da ich denke, dass „zusammen“ wahnsinnig wichtig ist. Auch ich habe meinen Cofounder David und der Erfolg besteht darin, dass man sich extrem ergänzt und jeder seine Fähigkeiten mitbringt. Deswegen ist das “zusammen” wahnsinnig wichtig aber ich finde auch man muss immer mit der Einstellung reingehen, dass man nie ausgewachsen ist, sondern tagtäglich wächst. Man sollte das Kind in sich nie verlieren.

 

BERLIN DECKS wird ein Ort, der Menschen zusammenbringt, um vor Ort zu wachsen. Dafür ist Gesundheit und gute Ernährung essenziell. Als Experte für gesundes Essen – Welchen Stellenwert müssen Lebensmittel und Ernährung für dich haben, damit wir das Beste aus uns herausholen können?  

Ich glaube, gesunde Ernährung sollte einen wahnsinnig großen Stellenwert im Leben der Zukunft haben. Dabei finde ich wichtig, dass es nicht nur in Form von einer kurzen Diät passiert, sondern wirklich tagtäglich gelebt wird und das auch in allen Bereichen. Angefangen von: Welche Gesichtscreme benutzt man? Welchen Strom bezieht man? Aber auch: welche Ernährung fügt man sich zu? Das alles sollte langfristig in den eigenen Alltag integriert werden. 

 

Ihr wart ja mit die ersten, die das Thema Nachhaltigkeit im Foodbereich nach Berlin gebracht haben. Wie kamt ihr darauf und was würdest du anderen, die denken, „das ist ja ein sehr ambitioniertes Ziel 100 % auf nachhaltige Produkte zu setzen“ empfehlen?

Jeder von uns 3 Gründern kam aus unterschiedlichen Bereichen zu dieser Lebensweise. Ich persönlich war Rohkostveganer und bin seit 10 Jahren Yogalehrer, habe auch schon im Gefängnis unterrichtet und für mich hat sich diese Lebensweise aus meinem damaligen Modeldasein heraus entwickelt. Ich hatte alle möglichen Diäten ausprobiert und habe so meine Lebensweise für mich entdeckt. Ich glaube, man sieht einfach, welche Auswirkungen gute Ernährung für sich selber und für den Planeten haben kann und da passiert grade ein großes Umdenken. Ich finde, jeder sollte ein bisschen offener sein und für sich ausprobieren, was ihm oder ihr guttut. Es gibt da glaube ich keine Regel, aber es gibt Unternehmen wie uns, die es dem Endkunden angenehmer machen, die sich nicht zu viel selbst damit beschäftigen wollen oder können und denen wir so den aufwendigen Research abnehmen können.

 

Das Wachsen steht ja im Zentrum von BERLIN DECKS – nicht nur von Unternehmen, sondern auch von Natur – mitten in der Stadt! Worin siehst du das Potential der Stadt als Urban Gardening und Urban Farming?  

Ich persönlich fände so etwas richtig gut und liebe Urban Gardening/ Farming. Ich denke auch, dass das irgendwann noch mein Berufsfeld sein wird. Ich denke aber, dass da von der Stadt oder vom Staat noch viel passieren muss oder eventuell mehr bezuschusst werden muss. Wenn ich mir hier die Parks und Grünflachen so anschaue, dann ist da auf jeden Fall noch viel zu machen.

 

Wir forschen ja viel am Essen der Zukunft. Wie werden Firmen vielleicht noch mehr drauf achten in welchem Umfeld sich ihre Mitarbeiter bewegen, mit welchen Menschen sie agieren, wie sie essen und wie sich das auf ihre Leistungsfähigkeit auswirkt?  

Ich denke, das Essen der Angestellten oder Mitarbeitenden ist wahnsinnig wichtig, weil es sich immens auf deren Energiehaushalt auswirkt. Es gibt schon viele gute Beispiele für Betriebe, die deswegen eine Green Kantine oder aber nachhaltiges, energieförderndes Catering eingerichtet haben. Ich denke, da kann man noch sehr viel machen, um nicht in dieses tagtägliche Schnitzelkoma zu verfallen.

 

Ihr habt ja um eure Marke und um euer Leben herum eine gewisse Gemeinschaft geschaffen. Wie habt ihr das geschafft? Wie habt ihr die unterschiedlichen Personen, die aus so unterschiedlichen Branchen kommen vereint zu dem Thema „nachhaltigem Essen“? Wie habt ihr eure Community aufgebaut?  

Ich glaube, weil wir von Anfang an ein sehr ehrliches Konzept hatten, sehr transparent waren und nichts verstecken mussten. Also wir haben einfach von jedem Gericht auf dem Menü bis hin zu den Tassen, dem Packaging und dem Interieur des Ladens immer versucht, das Ganze 100 % nachhaltig zu gestalten und von A-Z zu durchdenken. Und ich glaube, der Kunde merkt, dass es ein ehrliches Konzept ist. Und hierbei nicht nur versucht wird ein Trend zu kopieren.

 

Welche großen Trends siehst du in der Zukunft? Wie wird die nächste Generation essen?   

Craftsmanship wird auf jeden Fall wieder kommen. Der Gedanke geht weg von Backshops und Schnellbäckereien und hin zu mehr Craftsmanship und Bäckereien, die auf bessere Zutaten Wert legen. Allerdings ist am Ende des Tages immer noch viel Weißmehl, Fett und Zucker enthalten und insofern denke ich, dass da auch nochmal ein Umdenken stattfinden wird in den nächsten Jahren. Ich meine damit nicht die Umstellung auf einfach vegan, denn vegan heißt oft auch einfach nur Weißmehl, Fett und Zucker, sondern wirklich plant based. Also auch Protein nicht nur aus Soja oder Weizen, was im Prinzip auch schlecht ist, sondern vielleicht gehen wir wieder mehr in die Richtung Proteine vermehrt aus Insekten zu gewinnen. Da wird sich auf jeden Fall noch einiges tun, weil die Gesellschaft generell noch ein bisschen zu einfach denkt.

 

Denkst du, dass das Thema 100% nachhaltig im Foodbereich keine Utopie mehr, sondern realistisch umsetzbar ist?  

Ich denke, dass man jetzt schon merkt, dass Fastfood nicht mehr so existent ist wie früher, dass Leute mehr auf lokale Lebensmittel zurückgreifen, sich häufiger in Gruppen zusammenschließen, plant based Potlucks veranstalten und der Business Lunch auf einmal ein Buffet ist aus vielen frischen, unverarbeiteten Zutaten. Ich glaube da gibt es auf jeden Fall einen sehr großen Trend in die Richtung für die Zukunft.

Interview führte Svea Fina.

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